Mein Name ist
Rebecca
Schön, dass DU den Weg in meine Bubble gefunden hast.
Mir ist es wichtig, dass du ein Gefühl dafür bekommst, wer ich wirklich bin.
Deshalb liegt mein Schwerpunkt darauf, dir mein Wesen zu beschreiben.
Neben diesem tieferen Kern, den du gleich lesen darfst,
bin ich von Beruf Erzieher, 42 Jahre alt und habe zwei wundervolle Kinder.
Doch nun möchte ich dir ein Wortbild von mir zeichnen …
Denn wer sind wir wirklich?
Ist es nicht unser inneres Sein, welches uns zu dem macht, wer wir sind?
Das, was wir denken, fühlen und wonach wir uns sehnen?
Ich bin:
- Wortbader
- Lichtsucher
- Wurzelgräber
- Wortauskauer
- Segenempfänger
Warum Wortbader?

Meine Schulzeit war geprägt von einer ernüchternden Erkenntnis: Noten sind wichtiger als echtes Verständnis. Ob ich das Gelernte wirklich verinnerlicht, erfasst, begriffen hatte, war der Note egal. Das hohe Tempo ließ keinen Raum für echte Neugier oder das Verweilen bei Themen, die mich wirklich interessierten. Also traf ich eine pragmatische Entscheidung: Ich vergrub meine persönlichen Ambitionen und lernte zu „lernen“.
Ich lernte, Lehrer einzuschätzen, lernte, auf einem Blatt die Bundesländer einzutragen, ohne je dort gewesen zu sein. Ich lernte, Texte so zu bearbeiten,
wie es das Interesse eines Lehrers verlangte – Antworten auswendig zu lernen,
um sie im nächsten Moment wieder zu vergessen und Platz für Neues zu schaffen.
So arbeitete ich mich durch, bis zum Ende meiner Ausbildung, auf das ich erleichtert wartete – getragen von der Hoffnung, endlich um meiner selbst willen lernen zu dürfen.
Was mir nicht aufgefallen war – ich wusste gar nicht wie das geht … Ich war wie programmiert worden. Worauf? Auf die Erwartungshaltung meines Gegenübers, meiner Arbeit, des Systems.
Seitdem ist viel Zeit vergangen, und ich durfte eine neue Welt finden – eine Welt, in der man in Worten verweilen kann, in die Weite ihrer Bedeutung eintauchen, in der man in der Schönheit wahrer Worte badet. Jedes Wort kann zur Grenze der Welt werden, zur Begrenzung ihrer wirklichen Fülle und Bedeutung… Nehmen wir das Wort „Leben„: fünf einfache Buchstaben – und doch, gehen wir in die Tiefe, begreifen wir das Wort mit allen Sinnen, dann ist es reich, voller Farben, Gefühl und Geschmack.
Es ist dann VOLLER LEBEN.
Ich hörte mal jemanden sagen, dass Worte tiefer als lang sind. Es war ein Prozess, den ich ging, bis ich selbst sagen konnte: „Worte sind tiefer als lang“.
Ich weiß, wo ich herkomme: aus toten Buchstaben, inhaltslosen Worthülsen, hochgezogenen Energieträgern, und ich weiß, dass ich jetzt sagen kann:
„Ich bin Wortbader.“
Warum Lichtsucher?

Es gab eine Zeit, da hatte ich Angst, entdeckt zu werden – darin, dass ich nur versuchte, den Anschein zu erwecken, etwas verstanden zu haben, als wüsste ich, wer ich bin.
Eine Zeit, in der ich nur ein Schauspiel spielte – eine Rolle.
Nur um meinem Gegenüber das zu sein, was er von mir erwartete.
Hätte ich es anders machen können? Ich glaube nicht. – Aber ich hätte es anders machen sollen.
Doch je länger man einen Weg geht, desto schwerer ist der Weg hinaus.
Dieser Weg nagelte mich immer fester in eine Rolle, in der ich mich zwar auskannte, aber nicht herauswusste. Eine Rolle in der ich mich furchtbar unwohl fühlte – ein Leben im Dunkeln.
Rückblickend kann ich sagen, wie der Weg heraus führt. Er geht durch ein Ja zum Scheitern, ein Ja zum Zerbruch, ein Ja zum Loslassen, ein Ja zum Aufgeben – aber in erster Linie durch ein Ja zum Licht. Ein Licht, das jede Ecke erleuchten möchte, das allen Dreck aufzeigen kann, das deine Wunden kennt und alle Verletzungen ansehen mag.
Ein lebendiges Licht, ein Licht, das wohlwollend, wahr und die Liebe selbst ist.
Ein tieferes Ja, als ich verstanden hatte, zu Jesus Christus, der gesagt hat:
„Ich bin das Licht der Welt.“
Er hat mein Leben geflutet. Jetzt suche ich dieses Licht.
Und ich weiß:
“ Alles, was ans Licht kommt, kann Licht werden!“ (Epheser 5,14)
Warum Wurzelgräber?

Von meiner Prägung her möchte ich alle Energie in die Pflanze setzen, sie zügig hochziehen, bewundern und stolz auf sie sein… So wäre es zumindest in meiner Vorstellung. Wenn es nach mir ginge, wäre mein Lebensgarten voll von prächtigen, überwältigenden Pflanzen, die wenig Arbeit benötigen und vor denen das Unkraut respektvoll zurückweicht.
Doch nach etlichen Fehlversuchen bin ich zu dem Resümee gelangt, dass die Dinge nicht nach meiner Vorstellung gehen – und auch nicht gehen können. Über die Jahre habe, durfte und musste ich lernen, dass mein Fokus die Wurzeln sein müssen.
Es gab eine Zeit, da habe ich meine Lebensfrucht hochgezogen – weil ich es konnte. Weil ich einen starken Willen und Ehrgeiz habe. Ich weiß noch, wie das geschmeckt hat: überdreht, flach – gar nicht so glücklich, wie ich es mir vorgestellt hatte. Liebe und Gnade haben mich Prinzipien gelehrt und meine Hand nicht losgelassen, auch wenn ich getobt und die Welt nicht verstanden habe.
Voller Geduld ist mein Schöpfergott mit mir spazieren gegangen und hat mir das Prinzip der Wichtigkeit von Wurzeln erklärt. Die Jahre haben mich zu einem Wurzelgräber gemacht und mich befreit von dem „So viel wie möglich und so schnell wie möglich“. Wurzeln zu graben bedeutet Arbeit, Geduld, Liebe.
Es bedarf eines Hinsehens und wirklichen Verstehens.
Der Weg ist nicht der schnellste, aber wenn ich zurückblicke, dann würde ich doch sagen, dass er schneller als mein alter Weg ist. Dieser glich eher einem Hamster im Laufrad. Ich war zielstrebig und fleißig unterwegs, sodass ich das Gefühl hatte, Großes zu bewirken und eine weite Strecke hinter mich gebracht zu haben, weil es so anstrengend war. Doch als ich begann, stehen zu bleiben und hinzusehen, musste ich erkennen, dass mein Weg mich nirgendwohin gebracht hatte.
Deshalb darf ich aus eigener Erfahrung sagen:
„Dieser Weg ist schneller.„
Warum Wortauskauer?

Was aber sind im übertragenen Sinne Wurzeln? Ich bin ja irgendwie doch ein Mensch und kein Baum oder eine Blume.
In der Bibel steht:
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.“ (Matthäus 4,4)
Und obwohl es dazu noch viel zu schreiben gäbe, ist der Kern, auf den ich hinaus möchte, jener:
Worte müssen ausgekaut werden.
Ich bin ein Wortauskauer. Ich bade in ihnen, ich verbildliche sie, ich spüre sie, ich genieße sie – ich stelle mir meinen Wecker in der Nacht für sie.
Der Inhalt meiner Worte kann für dich ein Buch mit sieben Siegeln sein; das war es für mich jahrelang auch.
Aber dieser Konsens ist wahr:
Im Wort ist das Leben.
Der erste Satz im Johannesevangelium lautet:
„Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort…„
Gott war das Wort!!!
Da ist Leben innerhalb eines Wortes! (Johannes 6,63)
Und dieses Leben zu begreifen und nicht nur zu lesen, zu lernen oder abzurufen, sondern es zu fühlen, zu schmecken, ja zu genießen – setzt das Leben in dir frei.
Ich kaue jetzt nicht auf dem Wort „ist“ herum oder auf dem Wort „und“ – aber es gibt viele Worte, Sätze und Situationen, die ich in Worte fasse und auf der Zunge zergehen lasse. Eine Umschreibung dafür, auf welchen Worten man gedanklich herumkauen kann, steht in Philipper 4,8:
„Übrigens, Brüder und Schwestern, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles , was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt…“
So kann ich aus tiefsten Herzen sagen:
„Ich bin ein Wortauskauer“
Warum Segenempfänger?

Die Geschichte vom Sterntaler erzählt von einem Mädchen, das durch einen treuen und moralischen Weg in Segen hineinkommt. Viele Märchen erzählen diese Geschichte…
Die Geschichte, dass gesehen wurde, welche Entscheidungen im Verborgenen getroffen wurden und wie es zu einer Ernte kommt.
In der Bibel steht, in Markus 4,28:
„Ganz von selbst lässt der Boden die Pflanzen wachsen und Frucht bringen…“
Das ist der Teil, auf den ich mich also nicht konzentrieren sollte. Ich setze meinen Fokus nicht auf das Ergebnis, welches ich haben möchte – die Pflanze, die ich hervorbringen möchte. Diese bringt die Erde von alleine zum Vorschein.
Viel habe ich dafür tun wollen, meine Ziele in Existenz zu sehen und Frucht hervorzubringen…
Die Wahrheit ist: Unsere verborgenen Entscheidungen sind es, die über unseren Segen entscheiden. Ich muss nicht berechnen, ausloten oder erarbeiten, um das, was ich für gut erachte, ins Sichtbare zu bekommen – was meist in Manipulation und eigener Kraft endet. Vielleicht ist es gut gemeint gewesen, aber am Ende habe ich umsonst gekämpft und stelle fest: Es kann eine Zeit lang nach außen so aussehen, als würde es funktionieren, aber irgendwann bist du selbst der Preis – dann lebst du nur noch dafür, die Fassade aufrechtzuerhalten.
Aber, da ist einer, der sieht, wo keiner hinsieht, der das Herz prüft und der ein Belohner ist.
Das, was im Verborgenen geschieht – die Wurzeln, die du in der Tiefe bildest-, wird eine Frucht hervorbringen… ganz von allein.
Und du wirst ernten, worin du investiert hast.

